Houston, wir haben ein Problem!

In meinem Kurzvortrag am 12.04.14 in der Wiesbadener Mauritius-Mediathek zum Thema Medienerziehung saßen auch drei 11jährige Jungs, die ich spontan zu Mitreferenten gemacht habe. Die anwesenden Erwachsenen kamen aus dem Staunen nicht heraus, was die drei zu Themen wie Sexting, WhatsApp, Instagram, GTA V etc. zum Besten gaben. Beispiele:
Sexting => “Bei uns an der Schule gibt es Mädchen in meinem Alter, deren Nacktfotos alle kennen. Ich habe das auch in WhatsApp bekommen”
GTA V => “ist ab 18, klar, kennen wir natürlich”
Frage einer Mutter zum Gewaltpotential eines bestimmten Videospiels => “Ach das ist total harmlos, das eigentliche Problem sind In-App-Käufe, das kann richtig teuer werden…” Danach wurde die Fragestellerin geduldig aufgeklärt, was In-App-Käufe sind…
Was ebenfalls deutlich wurde: Die Eltern der drei gehören ganz offensichtlich zu der kleinen Minderheit von Erziehungsberechtigten, die sich gut mit digitalen Medien auskennen und mit ihren Kinder über solche Inhalte sprechen.
Mein Gedanke nach dieser Veranstaltung: Diese Jungs müssten einmal nur eine halbe Stunde vor Politikern sprechen, damit an der entscheidenden Stelle endlich ankommt, dass es da ein gewaltiges Thema gibt, dass der Politik bisher bestenfalls ansatzweise bewusst ist.
Es ist sicher kein Zufall, dass ich zunehmend Anfragen für Elternabende von Kindertagesstätten und Kindergärten bekomme…


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Spamschutz * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.