Handreichung Jugendmedienschutz des Hessischen Kultusministeriums

Ab sofort kann auf der Website des Hessischen Kultusministeriums die knapp 50 Seiten starke “Handreichung zum Jugendmedienschutz” als PDF heruntergeladen sowie kostenlos als Broschüre bestellt werden. Sie ist als Informationsquelle für Lehrkräfte und Eltern gleichermaßen relevant.

=> Handreichung zum Jugendmedienschutz

Inhalt:
Kapitel 1, Jugendmedienschutz als Herausforderung für hessische Schulen

1.1 Kommunizieren mit digitalen Medien
1.1.1 Technische Möglichkeiten
1.1.2 Risiken durch Fehlverhalten/Inhalte
1.1.3 Hilfen für Lehrkräfte
1.1.4 Leitlinien für eine schulische Handynutzung
1.1.5 Exemplarische Handynutzungsordnungen

1.2 Umgang mit digitalen Inhalten
1.2.1 Kritische und gefährliche Inhalte
1.2.2 Technische Hilfsmittel
1.2.3 Hilfen für Lehrkräfte
1.2.4 Datenschutz, Urheberrecht und Recht am eigenen Bild

1.3 Digitale Spiele und abweichendes Verhalten
1.3.1 Spielearten und Spieleplattformen
1.3.2 Risiken bei der Nutzung digitaler Spiele
1.3.3 Hilfen für Lehrkräfte

Kapitel 2, Sicherer Umgang mit dem Computer und dem Internet in Grundschulen und Förderschulen
2.1 Die Notwendigkeit von Medienschutz in der Grundschule
2.2 Inhaltliche Schwerpunkte
2.3 Angebote für Grundschulen und Förderschulen

Kapitel 3, Hinweise zu Informations- und Unterrichtsmaterialien
3.1 Unterrichtseinheiten und -materialien für die Sekundarstufe
3.2 Linkliste und Lesetipps

Als ergänzende Lektüre empfiehlt sich die im Januar 2015 veröffentlichte =>Handreichung des Hess. Kultusministeriums zur Nutzung von Sozialen Netzwerken durch Lehrkräfte


Kommentare

Handreichung Jugendmedienschutz des Hessischen Kultusministeriums — 2 Kommentare

  1. Hallo Herr Steppich,

    vielen Dank für diesen Hinweis und vor allem Ihre unglaublich gute Arbeit!

    Da unsere Tochter morgen ein Smartphone zum Geburtstag bekommt, habe ich mich in den letzten Tagen mit Kinderschutzsoftware für Android beschäftigt und bin schockiert: Die Preise sind ja – für diesen Zweck und unter Berücksichtigung, wer diese Software wünschenswerterweise einsetzen sollte – absolut exorbitant. Klar, 30 – 40 EUR für eine Software ist erst einmal nicht viel, aber das jedes Jahr und vielleicht für mehrere Kinder? Vielleicht für eine Familie mit Busfahrer- und Krankenschwester-Eltern (wenn es zwei gibt) und in einer Großstadt? Da klickt ja jeder die Angebote gleich wieder weg, denn eine solche Familie leistet sich – aus finanzieller Sicht – nicht mal eben 30,- EUR extra für eine solche Software.

    Und hier komme ich zum Punkt: Was nutzt mir die schönste Broschüre, wenn sich sehr viele die nötige Software nicht kaufen werden?

    Hier sehe ich tatsächlich das Familienministerium am Zug. Ich habe “Kindersicherung” der Salfeld GmbH installiert und bin absolut begeistert. Wir müssten Druck machen, dass das Familienministerium diese Software lizensiert und zum freien Download auf seiner Seite anbietet – für ganz Deutschland!

    Unser Staat überlässt nahezu kampflos das besonders schutzbedürftige Klientel der Kinder und Jugendlichen der maximalen Profitgier der Soft-, Hardware- und Internetindustrie, indem nicht nur keine wirksamen Gesetze beschlossen und durchgesetzt, sondern auch noch Infrastrukturprogramme zu deren Vorteil aufgelegt werden. Dazu werden diese Industrien auch noch mit großzügigen Steuervorteilen bedacht. Wenn dann die Kinder nicht mehr in der Lage sind, vor allem auch deshalb gut im Leben und in der Schule mitzuhalten, weil sie den kaum zu widerstehenden Angeboten nachgeben (was natürlich vor allem auch viele Eltern betrifft), ist das Geschrei groß.

    Also sollte man wirksam Steuern bei denen kassieren, die sie bisher in viel zu geringem Maße zahlen und Privilegien für diese Industrien abschaffen. Dann ist auch das Geld da, um solche Software kostenlos bereitzustellen…

  2. Hallo Herr Domay,

    erst einmal vielen Dank für Ihre unglaublich nette Rückmeldung zu meiner Arbeit.
    Das Thema Kinderschutzsoftware sehe ich allerdings etwas anders. SIM-Cards und Internetanschlüsse können in Deutschland nur volljährige kaufen. Wer seinem Kind Internetzugang ermöglicht, ist also auch selbst verantwortlich für entsprechende Schutzmaßnahmen und kann nicht den Staat verantwortlich machen. Trotzdem gibt es kostenlose, staatlich finanzierte Kinderschutzsoftware, die sie z.B. auf Frag Finn finden. Salfeld ist deutlich besser, wird aber von einem nicht-staatlichen Unternehmen entwickelt. Es gibt allerdings keine Kinderschutzsoftware, die so zuverlässig ist, dass die Eltern sich nicht mehr um die Internetnutzung der Kinder kümmern müssten, und alles, was aktuell auf dem Markt ist, kann auch geknackt bzw. umgangen werden, dafür gibt es nette Tutorials auf Youtube. Von der Filtertechnik her bietet nur eine Whitelist zuverlässigen Schutz, das aber auch nur für Kinder, nicht für Jugendliche. Und Apps wie WhatsApp, Snapchat und Instagram oder auch Youtube lassen sich inhaltlich überhaupt nicht filtern. Ich persönlich würde daher meinem Kind erst ein Smartphone geben, wenn es alt genug ist, ohne technische Einschränkungen mit dem Internet klar zu kommen. Nach meiner Erfahrung ist das erst ab ca. 14 Jahren der Fall, ein Alter,in dem man ohnehin an jeder technischen Sperre locker vorbei kommt.

    Schöne Grüße, Günter Steppich

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