Google Gesichtserkennung

Mit der –>Version 3.6 seines Bildverwaltungsprogramms „Picasa“ hat Google eine Gesichtserkennung eingeführt, die frappierend gute und auch beängstigende Ergebnisse liefert. Nachdem die Software die Fotos auf dem PC nach Gesichtern gescannt hat, kann der User diese mit Namen versehen. Nach Eingabe eines Namens findet Picasa nicht nur weitere Fotos dieser Person, sondern erkennt auch mit verblüffend hoher Trefferquote Verwandte dieser Person. Beispiel: Nachdem ein Vater einige seiner Fotos benannt hat, findet Picasa Fotos von dessen Kindern. Nachdem wiederum diese benannt wurden, findet er deren Mutter und weitere Verwandte aus deren Familie. Oder eben auch nicht, wenn der Vater gar nicht der Vater seines Kindes ist…

Diese Technik wird bereits in der Google Bildersuche verwendet, deren Ergebnisse man auf Gesichter beschränken kann.

Technisch möglich, und bereits für die kommenden Google-Telefone (Nexus) angekündigt, ist nun eine „App“, mit der man Handyfotos von unbekannten Personen online mit der Google-Bildersuche abgleichen kann. Wird dort ein Treffer gefunden und ist diese Person online namentlich identifizierbar, erhält man so unbemerkt Informationen über wildfremde Leute.

Bereits heute ist es möglich, über die Google Bildersuche gezielt nach Gesichtern zu suchen: –> Beispiel

Konsequenz: Es ist nur noch dringlicher zu empfehlen, in Social Networks wie Facebook, SchülerVZ, Wer-kennt-wen usw. keine Profilbilder zu verwenden, auf denen man klar zu erkennen ist, und keinerlei persönliche Angaben öffentlich sichtbar zu machen.

Es sei denn, man möchte unbedingt von jedem x-beliebigen Hinz und Kunz identifiziert und ausspioniert werden.

Lesen Sie dazu auch den Spiegel-Artikel:


Kommentare

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