10 Tipps zum Internetzugang von Kindern

Kinder und Jugendliche sollen die vielen unbestreitbaren Vorzüge der digitalen Medien genießen können – die ebenso zahlreichen wie unerfreulichen Nebenwirkungen lassen sich bei Beachtung der folgenden Grundregeln weitgehend vermeiden.

  • Sie bringen Ihrem Kind bei, wie es sich sicher im Straßenverkehr bewegt. Jüngere Kinder lassen Sie gar nicht alleine auf die Straße. Aber lassen Sie die selbe Vorsicht auch in Bezug auf das Internet walten?
  • Sie bringen Ihrem Kind bei, dass es Fremden nicht die Haustür öffnen darf und dass es nicht zu Fremden ins Auto steigt. Aber bringen Sie ihm auch bei, wie man verhindert, dass sich Fremde durch ein Computerfenster ins Kinderzimmer schleichen und dass es sich nicht mit Fremden trifft, die es über das Internet kennen gelernt hat?
  • Ihr Kind hat ein Recht auf eine behütete Kindheit. Mit einem ungeschützten Internetzugang ist diese Kindheit schneller zu Ende als Sie sich vorstellen können, denn im Netz findet sich ALLES, wovor Sie Ihr Kind im realen Leben aus gutem Gründ schützen.

Faustregel: Je weniger Sie sich selbst mit Computern, Handys und dem Internet auskennen, desto umsichtiger und kritischer sollten Sie das Nutzungsverhalten Ihrer Kinder betrachten! Diese Tipps gelten für Kinder bis mindestens 14 Jahre.

  1. Stellen Sie den Computer ins Wohnzimmer, wo Sie die Internet-Aktivitäten Ihrer Kinder mitbekommen.
  2. Halten Sie Ihre Kinder von Facebook, WKW, MySpace, Twitter, YouTube und anderen auf Erwachsene ausgerichteten sozialen Netzwerken und Websites fern. Auch manche Netzwerke und Websites, die angeblich speziell für Kinder gestaltet und geeignet sind (z.B. www.knuddels.de, www.smeet.de), bergen erhebliche Risiken für unbeaufsichtigte Kinder. Die Teilnahme an einem „sicheren“ Netzwerk kann ein trügerisches Gefühl von Vertrautheit und Sicherheit erzeugen, das Kinder sehr schnell leichtsinnig werden lässt.
  3. Halten Sie Kontakt zu IhrenKindern! Sprechen Sie mit ihnen, damit Sie wissen, was in ihrem (online-)Leben vorgeht, und seien Sie sensibel für Anzeichen von neuen Einflüssen oder Ängsten. Stellen Sie frühzeitig ein Vertrauensverhältnis her, das Ihnen auch dann noch einen Zugang zu Ihren Kindern erlaubt, wenn deren Leben mit zunehmendem Alter komplizierter und anfälliger für Druck von außen wird.
  4. Installieren Sie eine Kinderschutz-Software auf Ihrem Rechner und halten Sie sie aktuell. Informationen und Hilfe dazu finden Sie –>hier.
  5. Lehnen Sie sich angesichts der Schutzsoftware nicht entspannt zurück! Kinder wissen viel mehr über das Internet als Sie denken und lernen täglich dazu. Gehen Sie niemals davon aus, dass Ihr Kind nicht genug weiß oder nicht in der Lage ist, sich selbst zu gefährden. Was sie zuhause nicht ermöglichen, kann jederzeit bei Freunden passieren!
  6. Kinder unter 14 Jahren sollten nur mit einer Whitelist wie FragFinn online gehen, damit sie weder bewusst noch versehentlich auf ungeeignete Inhalte stoßen können.
  7. Setzen Sie ein Zeitlimit für die Computernutzung. Selbst bei maximaler Sicherheit sollten Kinder nicht mehr als eine Stunde tägliche Onlinezeit erhalten.
  8. Seien Sie informiert und machen Sie sich selbst medienkompetent. Es gibt zahllose Seiten im Netz, die Eltern wertvolle Tipps zur Internetnutzung geben.
  9. Behalten Sie Ihre Kinder im Auge, besonders wenn Sie gemeinsam mit oder bei Freunden online gehen. 80% der Eltern ermöglichen ihren Kindern ungeschützten Internetzugang. Sprechen Sie gegebenenfalls mit den Eltern der Freunde Ihrer Kindern darüber.
  10. Überprüfen Sie kritisch Ihre eigene Internetnutzung und bringen Sie Ihre Familie nicht selbst in Gefahr, indem Sie zuviel über sich selbst und Ihre Kinder im Netz preisgeben: Persönliche Daten und Fotos, Adresse, Urlaubszeiten, etc.

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