Umfrage: Handyausstattung von Fünftklässlern

Zu Beginn des Schuljahres habe ich die Handyausstattung der Fünftklässler an allen weiterführenden Schulen im Schulamtsbereich Wiesbaden/Rheingau-Taunus-Kreis abgefragt. Nachdem ich nun Zahlen von 60 % der Schulen (2654 SchülerInnen) vorliegen habe, sieht es folgendermaßen aus:

  • 72 % der Kinder besitzen ein Smartphone, 59 % nutzen WhatsApp.
  • Bei Smartphones liegt die Spanne zwischen 51 und 88 %, bei WhatsApp zwischen 39 und 86 %.
  • An den reinen Gymnasien liegen die Zahlen deutlich niedriger als an den anderen Schulformen. An den Gymnasien gibt es mit 16 % dafür deutlich mehr Tastenhandys als an den anderen Schulformen (5 %).
  • Jedes 6. Kind in diesem Alter hat noch gar kein Handy, jedes 8. nur ein Tastenhandy.

Fazit: Ich finde die Zahlen erschreckend (wenn auch nicht überraschend) hoch, aber von “ALLE HABEN DAS” sind wir noch ein ordentliches Stück entfernt.


Kommentare

Umfrage: Handyausstattung von Fünftklässlern — 4 Kommentare

  1. Mich würden die genauen Fragen interessieren (also die Formulierung).
    Könnten Sie die bitte ergänzend posten?

  2. Da gab es wenig zu formulieren:
    1. Wer hat kein Handy?
    2. Wer hat ein Tastenhandy?
    3. Wer hat ein Smartphone?
    4. Wer hat WhatsApp?

  3. Naja, zwischen haben und haben gibt es ja signifikante Unterschiede.

    Wenn ich mal 2 Extreme annehme:
    1. ich darf Papas privates Smartphone mit seiner SIM Karte nutzen, aber nur zuhause und nicht nach 6 Uhr Abends
    2. ich hab ein eigenes Smartphone mit eigener SIM, das mir “gehört” (zumindest bilde ich mir das ein, modulo Verträge mit unter 16-Jährigen) und das ich 24h am Tag dabei und angeschaltet habe, niemand kontrolliert irgendwas

    Auch wenn die meisten Kinder vermutlich eher in letztere Kategorie fallen und man das vielleicht auch vernachlässigen will: für einen Sozialwissenschaftler oder Umfrageexperten macht es einen Unterschied, wie die Frage genau gestellt ist.

    Aber ich wollte damit nichts kritisieren, ich wollte eigentlich nur wissen ob mehr Details abgefragt wurden oder nicht.

    Ergänzend noch am Rande:
    bei 80% würde ich persönlich sagen “alle haben das”.

    Zwanzig Prozent oder weniger sind eine Minderheit die keinen relevanten Einfluß auf dominierende gesellschaftliche Trends mehr hat. Wenn 20% der Erwachsenen noch keine Emailadresse haben, dann ist das egal – bestimmte Dinge kann man ohne Emailadresse schon lange nicht mehr tun. Für die Wirtschaft und Gesellschaft sind 80% gleichbedeutent mit “Alle”, den Rest kann man ignorieren bzw. zwingen das dann halt auch zu machen.

    In wenigen Jahren wenn WhatsApp bei 80% Anteil über alle Altersklassen der Gesellschaft hat, wird man nicht mel mehr eine Pizza bestellen können ohne WhatsApp…

  4. Es wurde explizit nach eigenem Besitz gefragt. Und bei 80% sind wir ja noch nicht, sondern wir arbeiten intensiv an einem gegenläufigen Trend. An meiner eigenen Schule hat das bereits funktioniert, die Smartphoneausstattung def Fünftklässler ist erstmals rückläufig, von 59% auf 51%.

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