Test: Kinderschutzsoftware “Screen Time”

Eines vorweg: Keine Software kann einen zuverlässigen Kinderschutz garantieren und Eltern die Verantwortung abnehmen. Sie können sie lediglich bei der Medienerziehung durch inhaltliche und zeitliche Einschränkungen unterstützen. Jede Software enthält Fehler und Lücken und auf Youtube finden sich reichlich Tutorials zur Umgehung solcher Sperren. Bei Kindern bis maximal 12/13 Jahren können Schutzprogramme hilfreich sein. Teenager von bestimmten Internetinhalten fernzuhalten, ist schlicht unmöglich, hier helfen nur vertrauensvolle Gespräche. Auf der technischen Seite kann man bei Jugendlichen nur noch zu bestimmten Zeiten, v.a. nachts, die Geräte einziehen bzw. das heimische Internet abschalten – vorausgesetzt, sie haben sich nicht heimlich ein Zweithandy angeschafft und kennen das WLAN-Passwort des Nachbarn nicht… 😉

„Screen Time“ ist eine Kinderschutz-App, mit der sich die Nutzung von Smartphones die unter den Betriebssystemen Android (Google) und iOS (Apple) laufen, einschränken und kontrollieren lässt. Ich habe sie unter Android getestet, die Funktionalität auf iPhones ist teilweise unterschiedlich.

Die App wird im Google Play Store mit 4.0 von 5 Sternen bewertet, wobei die meisten 1-Stern-Bewertungen offensichtlich von genervt-wütenden Kids stammen, was schon einmal grundsätzlich für eine gewisse Wirksamkeit der App zu sprechen scheint 😉

Im Web: https://screentimelabs.com

Funktionen

Kostenlose Version:

  • Fernkontrolle auf Elterngerät
  • Web- & Suchverlauf
  • 1 Gerät pro Kind
  • Passwortschutz gegen Deinstallation

Premiumversion zusätzlich (3,39 €/Monat oder 33.99 €/Jahr)

  • Remote device monitoring
  • Remote settings
  • Zeitlimit für die tägliche Nutzung
  • Blockieren bestimmter Apps
  • Unbegrenzte Anzahl Geräte pro Kind
  • Aufgaben
  • Play & Pause (Einschränkungen vorübergehend aufheben oder Handy spontan sperren)
  • Sperrung des Handys zu Schlafens- und Schulzeiten (iPhone: Alle Apps blockieren, Android: bestimmte Apps blockieren)
  • Täglicher Bericht per E-Mail
  • 24/7 Kundensupport (englisch)

Weitere Details zur Funktionalität finden sich unter https://play.google.com/store/apps/details?id=com.screentime.rc&hl=de

Das Webinterface von Screen Time

Die Bezeichnung „Kindersicherung“ verdient die App demnach nur in der Premiumversion, denn Zeitlimits und Appkontrolle sind unverzichtbare Eigenschaften für diesen Zweck. Was allerdings keine App ermöglicht, ist die Kontrolle der Inhalte, die über populäre Apps wie WhatsApp, Snapchat, oder Instagram verschickt und empfangen werden, aber genau das ist der kritischste Bereich auf Smartphones. Durch Screen Time und andere Apps erfahren Eltern nur, wann und wie lange eine App genutzt wurde, aber nicht welche Inhalte damit geteilt wurden.

Für eine komplette Kinderschutzapp fehlen Funktionen wie ein Webfilter, Einschränkung auf bestimmte WLANs, abschalten von Blueooth, mobilen Daten, etc. Die App erlaubt nur, generell sämtliche Einstellungen des Handys zu blockieren.

Webfilterung mit einer Whitelist (nur zugelassene Seiten) lässt sich nachrüsten, indem man die Standardbrowser auf dem Handy blockiert und statt dessen einen Kinderbrowser wie den “ChicoBrowser“, “Meine Startseite” oder “FragFinn” installiert, über den nur kindgerechte Seiten aufgerufen werden können. Über Messenger verschickte Inhalte sowie die Inhalte von Youtube, Google, Bing und Co. lassen sich nicht wirksam filtern, hier geht nur “alles oder nichts”.

Grundsätzlich besteht bei jeder technischen Kindersicherung die Gefahr, dass Eltern sich darauf verlassen und sich nicht mehr oder nicht ausreichend persönlich kümmern und mit dem Kind sprechen, während die Kinder Möglichkeiten finden, die Einschränkungen zu umgehen.

Handyoberfläche für die Eltern

Beispiel: Auf dem Gerät des Kindes muss zusätzlich zu „Screen Time“ der „Screen Time Compagnon“ installiert werden, der sich als Geräteadministrator einrichtet und die App durch ein Passwort gegen Deinstallation durch das Kind sichert. Das Kind kann zwar das Administratorkonto deaktivieren, dann erhalten die Eltern allerdings eine entsprechende Nachricht per Mail. Versetzt man aber das Handy zuvor in den Flugmodus, wird die Mail nicht versandt, auch nicht, wenn die Datenverbindung danach wieder aktiviert wird. Zudem besteht unter Android grundsätzlich die Möglichkeit, das Handy durch eine Tastenkombination beim Einschalten auf Werkseinstellungen zurück zu setzen. Dagegen hilft dann nur, dem Kind klar zu machen, dass das Handy weggenommen wird, wenn solche Aktivitäten auffallen.

Von daher lautet meine Empfehlung weiterhin, einem Kind erst ein Smartphone zu überlassen, wenn es reif genug ist, mit einem solchen Hi-Tech-Gerät souverän und eigenverantwortlich umzugehen, ohne dass es altersgemäß eingeschränkt werden muss. Dieses Alter beginnt nach meiner Einschätzung mit ca. 14 Jahren, also im Jugendalter, wobei der Entwicklungsstand von Kindern und Jugendlichen um plusminus zwei Jahre vom kalendarischen Alter abweichen kann. In diesem Alter benötigt man dann für die notwendigen Einschränkungen keine Jugendschutzsoftware, sondern Gespräche, klare Regeln, Grenzen und Konsequenz bei Regelverstößen. Das Handy hat nachts im Kinderzimmer nichts verloren, damit für ausreichend Schlaf gesorgt ist, und auch bei Hausaufgaben und am Esstisch sollte es tabu sein – die Eltern müssen diesbezüglich allerdings auch Vorlbild sein! Werden die vereinbarten Regeln missachtet, wird das Handy für eine Zeitlang eingezogen – das ist deutlich wirksamer als jede Software, die dank Google und Youtube spielend leicht umgangen werden kann. Der technische Wettstreit mit Jugendlichen ist kaum zu gewinnen, insbesondere für technisch weniger versierte Eltern, auf der erzieherischen Ebene stehen die Chancen ungleich besser.

Dass man Kindern und Jugendlichen mit technischen Sperren einen altergemäßen und vernünftigen Umgang mit digitalen Medien vermitteln kann, ist ohnehin Utopie. Kein Algoritmus kann Eltern ersetzen. Eine App kann aber immerhin verhindern, dass Kinder vereinbarte Einschränkungen und Zeitlimits aus reiner Begeisterung schlicht vergessen. 🙂

Berichtsfenster für Eltern

Wer seinem Kind bereits ein Smartphone überlassen hat und dieses nun nicht wieder wegnehmen möchte, findet mit der kostenpflichtigen Variante „ScreenTime“ eine brauchbare App zur Unterstützung bei der Medienerziehung, sollte sich aber auch die Alternativen ansehen, die im Play Store unter dem Stichwort angeboten werden. Die Kommentare und Bewertungen zu den Apps sind dabei eine wertvolle Entscheidungshilfe. Letzten Endes kommt man aber nicht daran vorbei, solche Apps selbst zu testen.

 


Kommentare

Test: Kinderschutzsoftware “Screen Time” — 41 Kommentare

  1. Sehr geehrter Herr Steppich,

    seit ich vor 2 Jahren Ihren Vortrag “Pubertät 2.0” an der Schule unseres Kindes gehört habe, befasse ich mich immer wieder mit dem Thema Kinder, Mediennutzung und -schutz. In unserer Familie ist die von Ihnen beschriebene App Screentime seit einem halben Jahr im Einsatz.

    Bitte erlauben Sie mir die Anmerkung, dass es sich bei dieser App nicht um eine Kinderschutzsoftware bzw. Kindersicherung in dem Sinne handelt, dass Kinder nur gefilterte altersentsprechende Inhalte im Internet sehen können. Das war meines Wissens nach auch nicht die Intention, die die Entwickler dieser App hatten.

    Diese App dient vielmehr dazu, die Zeit, die Kinder mit dem Smartphone verbringen, einzuschränken. Gerade für Kinder, die das Smartphone in erster Linie als Spielgerät (“Nintendo-Ersatz”) sehen, ist diese App sehr hilfreich, weil man für diverse (Spiele)Apps ein Zeitlimit setzen kann und diese nach Aufbrauchen desselben einfach nicht mehr funktionieren. Kinder merken ja in aller Regel nicht, wieviel Zeit sie einfach so “verdaddeln”.
    (Warum man einem Kind ein Smartphone einfach nur so zum Spielen schenkt oder überlässt, ist eine ganz andere Frage.)

    Eine richtige Kindersicherung ist diese App, auch in der Premiumversion, sicherlich nicht. Das geht meiner Ansicht nach aus der Beschreibung der Funktionalitäten aber auch eindeutig hervor.

    Mit freundlichen Grüßen

    Bettina Paul

  2. Hallo Frau Paul, vielen Dank für Ihren Kommentar, den Hinweis auf den nicht vorhandenen Internetfilter baue ich in den Artikel noch ein.
    Allerdings würde ich die App trotzdem unter der Überschrift “Kindersicherung” einsortieren, weil sie über etliche andere Features verfügt, die in diese Kategorie gehören. Und Sie können natürlich generell die Standardbrowser auf dem Handy blockieren und statt dessen einen Kinderbrowser wie den “ChicoBrowser”, “Meine Startseite” oder “FragFinn” installieren, über den nur kindgerechte Seiten aufgerufen werden können.
    Schöne Grüße
    Günter Steppich

  3. Hallo zusammen, ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit Screentime gemacht. Ich finde die App sehr geeignet, um die zeitliche Nutzung zu regulieren. Ein von den Eltern gesetztes Zeitlimit zu überwachen und auf Einhaltung zu pochen ist sehr nervenaufreibend, das ständige “wie lange bist Du schon am Handy?” mit der postwendenden Standard-Antwort “noch nicht so lange” erübrigt sich einfach. Wenn die festgesetzte Zeit um ist, ist Schicht im Schacht und es gibt darüber hinaus keine Diskussionen. Finde ich sehr sinnvoll!

  4. Kann man in der Premiumversion mehrere Kinder aktivieren oder muss ich dann 3x Premium bezahlen?

  5. Keine Ahnung, ich habe ja nur die kostenlose Version getestet. Da müssten Sie selber mal auf der Seite des Anbieters recherchieren.

  6. ich sehe da nirgends eine Beschränkung der Kinderanzahl

  7. In der Premiumversion kann man Screentime für mehrere Kinder (von mir benutzt) und jeweils mehrere Geräte (Handy, Tablet…; allerdings von mir noch nicht ausprobiert) nutzen.

  8. Leider funktioniert die App nur wenige Tage/Wochen wirksam, da sich die Sperre allzu leicht umgehen lässt. Die Information wie sie sich umgehen lässt haben die Kinder in der Schule schnell ausgetauscht. Womit dann die Problematik der endlosen Diskussion zur Handynutzung nicht gelöst ist. Dafür brauche ich keine App, sollte nachgebessert werden denke ich über die grundsätzlich gut gemachte und sinnvolle App erneut nach.

  9. die Umgehbarkeit habe ich ja in meinem Beitrag beschrieben. Wenn Sie allerdings “endlose Diskussionen” über die Handynutzung haben, helfen keine technischen Sperren, sondern klare Regeln und Konsequenz. Wenn Kinder die Kinderschutz-App aushebeln, ist das Handy eben mal ein/zwei Wochen weg. Wenn es sich um Jugendliche handelt, ist eh jede Art von technischer Sperre sinnlos, weil umgehbar.

  10. Es gibt eine APK Version, welche sich nicht umgehen lässt, indem man den Administrator deaktiviert. Da dies den Richtlinien von Google widerspricht, ist diese Version nicht im Playstore zu bekommen. Sie ist herunterzuladen unter https://screentimelabs.com/de/install

    Auf unserem Smasung T580 Tablet mit Android 6, jetzt 7, gibt es allerdings einen Gastzugang, der nicht blockiert werden kann und auch nicht deaktiviert werden kann. Er lässt sich allerdings leicht auf den Ausgangszustand zurücksetzen, so dass alles, was installiert oder geändert wurde, dann weg ist. Möglicherweise wird der auch beim Ausschalten zurückgesetzt, mein Sohn benutzt ihn jedenfalls anscheinend nicht mehr.

    Er hat aber generell vom Spielen abgelassen und ist jetzt eher am Chatten. Und will jetzt beweisen, dass er auch ohne Screentime die Regeln befolgt.

    Bei mehreren Geräten pro Kind hat die Software den Nachteil, dass alle Geräte jeweils die eingestellte Zeitmenge erhalten, und die Zeit auch nicht zwischen den Geräten verschoben werden kann. Ein Limit von 1 Stunde heißt also dass jedes Gerät genau eine Stunde benutzt werden kann. Eine Extragebühr für zusätzliche Kinder oder Geräte fällt übrigens nicht an.

  11. Brauche ich für die Steuerung der App zwingend ein weiteres Android-Handy oder geht das auch anders?
    Das Problem ist, dass ich ein Windows-Handy habe – und für Windows wird die App nicht angeboten …

  12. Hallo, ich kenne keinen Weg, die App von einem Windows Phone zu steuern.

  13. Ich muss jetzt mal einen kurzen Kommentar hierzu abgeben:
    Diese App namens Screentime ist absolut lächerlich ob premium oder nicht.
    Mit ein paar Kumpels habe ich innerhalb von einer halben Stunde gut 20 Wege gefunden die App zu deinstallieren ohne das Passwort zu kennen, sie zu umgehen oder einfach zu zerstören. Die einfachste Methode ist das löschen der Systemdatei von Screentime über ein externes Gerät. Also zusammenfassend ist diese App gegen Leute die ein bisschen was drauf haben absolut wirkungslos.

  14. Hallo Leon, da gebe ich dir völlig recht. Aber das ist ja eine Kinderschutz-App, da reden wir von Grundschülern und Unterstufenschülern. Eine Jugendschutzsoftware, die fitte Jugendliche ausbremst, gibt es nicht, und das macht auch pädagogisch keinen Sinn. Bei Kindern sieht das anders aus, aber auch da habe ich ja Schwächen der App genannt.
    Wie alt bist du?

  15. Unsere Kinder können Screentime einfach gemeinsam mit den anderen über den “Alle Anwendungen Beenden” Button beenden. Damit ist eine Überwachung nicht mehr möglich. Wie kann ich das verhindern?

  16. Sie müssen auch den Screen Time Companion installieren. Aber wie gesagt, die App lässt sich auch auf anderen Wegen aushebeln, siehe Beitrag.

  17. „Ist das Handy eben mal 2 Wochen weg“. Wer schreibt so etwas? Teeny-Jungs (13-16), am besten technikaffin, mit Interesse am Musik-Samplen und mit großem Freundeskreis (mit denen sie per Skype und WhatsApp kommunizieren) soll man 2 Wochen lahm legen. Das bedeutet in der heutigen Welt Entzug jeglicher sozialer Kontakte. Für einen Erwachsenen wäre das 2 Wochen kein Austausch, was im Fitnessstudio ausfällt, umständliches und wahnsinnig zeitaufwendiges Hinterhertelefonieren für kleinste Kleinigkeiten, keine Info darüber, ob und wann der Zug/ Bus fährt, keine Online-Überweisung, kein Erhalt und Antworten auf E-Mails, keine Erinnerung an Medikamenteneinnahme (gibt ja Zettel und Kurzzeitwecker). Mir fallen duzend andere Beispiele ein. Für die Teenys bedeutet es: neue Musik kann ich meinem Kumpel nicht mehr senden, mit mir redet keiner, keine Infos über Stundenausfall, E-Mails auf null. Konsequenz: Teeny verlässt 7 Uhr das Haus und kommt 21 Uhr wieder. Mittag gibt’s bei Freunden. HA werden 2 Wochen vor der Schule abgeschrieben. Im Kopf: Meine Eltern sind dämlich.
    Toller Vorschlag. Danke. Die besagten Teenies sind übrigens gute Schüler, nur leider mit 24/7 Handy-Reichweite < 1 m. Ich suche immer noch nach sinnvoller Erziehung. Aber modern, angepasst auf die heutige Zeit. Reden klappt gut. Gesucht ist SINNVOLLE Konsequenz.

  18. Konsequenz ist dann sinnvoll, wenn sie konkret mit der Regelübertretung zu tun hat. Das war vor 20 Jahren so und gilt auch im digitalen Zeitalter. Wird eine Handyregel unterlaufen, gibt es eine Handykonsequenz. Und wenn der Teenie so sehr am Handy hängt wie beschrieben (und da lese ich heraus “ist ohne Handy gar nicht mehr lebensfähig”, darüber sollte man mal gründlich nachdenken), wird er sich genau überlegen, ob er die Konsequenz riskiert. Kinder mögen übrigens Regeln, sie machen das Leben einfacher und (auch die Eltern) berechenbarer.

  19. Ich habe screentime seit einem knappen Jahr auf beiden Kinderhandys installiert. Vom Prinzip her ist die App okay, aber leider scheint es ein massives Problem mit Huawei Handys zu geben. Das handy meiner großen Tochter funktioniert, beim p9 lite meiner kleinen Tochter gibt es ständig Ausfälle. Ich habe von der Kundenbetreuung spezifische Huawei Einstellungen geschickt bekommen, sie alle befolgt, aber auch nach mehrfacher Neuinstallation stellt sich die Überwachung nach einiger Zeit wieder ab. Ich denke nicht, dass meine Tochter das irgendwie gehackt hat. Jedenfalls werde ich diese App wohl nicht verlängern, weil sie für meine Verhältnisse zu unzuverlässig ist.

    Gibt es ähnliche Alternativen, die funktionieren?

  20. Hallo Frau Göpel, danke für den interessanten Hinweis. Ich kenne keine Kinderschutzapp, die nicht irgendwelche Schwächen hat, solche Berichte höre ich oft. Wie alt ist denn Ihre Tochter? Der beste Schutz ist und bleibt, dem Kind erst ein Smartphone zu geben, wenn es ohne Schutzvorrichtungen und permanente Kontrolle damit klar kommt.

  21. Sehr geehrter Herr Steppich,

    vielleicht wäre es möglich, dass Sie die neue Android-Kindersicherung von Salfeld im Vergleich zu Screentime testen? Es gibt jetzt im November 2017 eine aktuelle Version. Sie ermöglicht zum Beispiel unterschiedliche Zeitsperren (Trello-Organisations-App nachmittags zugänglich, Spiele-Apps gesperrt). Ebenso sind unterschiedliche Nutzungszeiten für unterschiedliche Geräte möglich (jüngere / ältere Kinder).

    Ich achte sehr auf die Mediennutzung meiner Kinder, aber ich möchte ihnen auch zeitweise vertrauen, dass sie es selbst schaffen, ohne dass ich dauernd kontrolliere (Was genau machst Du da? Sinnvoll oder Zeiträuber?). Da hilft ihnen ein Zeitlimit speziell beim Spielen und Chatten. Das hat für mich auch etwas mit zunehmender Privatsphäre Heranwachsender zu tun.

  22. Hallo Frau Mang, hinter Salfeld steht schon mal ein hervorragender Name, die Kindersicherung für den PC gehört zu den besten.
    Da die App noch als “unveröffentlicht” und instabil im Store steht, möchte ich sie zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht testen.
    Die dort genannten Funktionen finde ich weitgehend sinnvoll, bis auf die Ortungsfunktion, da sträuben sich mir die Nackenhaare.

  23. Hallo Herr Steppich,
    danke für die schnelle Antwort. Ich pflichte Ihnen bei: Ortung gehört für Kinder genauso verboten wie für jeden anderen in Freiheit lebenden Bürger auch.
    Danke für Ihren Service und freundliche Grüße, R. Mang

  24. Wann zählt Screen time eigentlich die Zeit?also was ist, wenn meine Tochter WhatsApp geöffnet hat, aber die Tastensperre/Displaysperre ist aktiv?ist das dann Nutzungszeit im Sinne der App?

  25. Hallo,hat jemand einen Tipp, wie ich einen Nintendo 3DS zeitbegrenzen kann?
    Schonmal Danke!

  26. Insgesamt finde ich die Apps welche irgendwelche Anwendungen/ Apps sperren/ eingrenzen nicht ganz hilfreich. Besser wäre es die Kinder zu einem selbstverantwortlichen Handeln zu erziehen. Hierfür hat bei uns die App Appylyser ( https://goo.gl/XPb6Ds ) geholfen, welche genau aufzeigt wie lange mit welcher Anwendung das Handy benutzt wurde. Anhand dieser Daten konnten wir mit unseren Kindern klare Ziele/ Zeiten vereinbaren und unsere Kinder können nun eigenständig ihren Handykonsum einteilen und kontrollieren. Wir haben sehr positive Erfahrungen damit gemacht und können mit unseren Kindern nun auf Augenhöhe diskutieren.

  27. Hallo Sylvi, diesen Ansatz finde ich auch besser als die Medienerziehung an eine App abzutreten. Dazu ein paar klare Regeln wie Handy nicht beim Essen und nicht über Nacht im Zimmer.

  28. Bin mit allem bisher Gesagtem einverstanden – mit der Ergänzung, dass der jeweilige Zugang selbstverständlich dem einzelnen Kind und der Umgebung angepasst werden muss. Für uns war “Screen Time” zunächst die Rettung in der Not (mit 11 als letztes Kind in der Klasse /soziales Umfeld: neureiche Postjugoslawen mit schwachem Medienbewusstsein/ ein Smartphone bekommen; zunächst mit vereinbarten Regeln versucht; nach 14 Monaten und bei 3-5! Std. Handynutzung pro Tag “Screen Time” installiert. Super – bis die Umwege gefunden wurden. Tageslimit z.B. auf 1.5 Std. eingestellt, Tagesnutzung kommt trotzdem auf 3 Std. Für “Appylyser” fehlt noch die Eigenverantwortung. Jetzt bereuen wir, nicht im Start eine effiziente technische Begränzung installiert zu haben, die man dann hätte langsam lockern bzw. aufheben können. Der umgekehrte Weg – mitten in der Pubertät – total daneben. Guter Rat ist teuer.

  29. Man kann die App umgehen, in dem man im abgesicherten Modus startet. Ich habe das durch Zufall bei unserem Sohn bemerkt. Nun habe ich Screentime als System App hinterlegt. Dann ist auch im abgesicherten Modus gesperrt.

  30. Ich teste gerade die kostenpflichtige App und finde es bis jetzt schonmal ganz ok. Ich muss für mich selber raus finden, wie ich weiter vorgehe. Zur Zeit dürfen meine Kinder 2 Stunden tgl. ans Handy und nicht mehr. Ich sehe, wie sie drauf sind, wenn sie handyfrei sind und wie sie drauf sind, wenn sie ständig das Handy vor der Nase haben.
    Sie aber ständig so zu kontrollieren ist halt schwierig, deshalb finde ich es ganz praktisch, die Handyspielerei so eingrenzen zu können.
    Aber wenn jetzt die 2 Stunden abgelaufen sind, dann können sie ja gar nichts mehr machen. Ist eigentlich auch mein Plan, aber wenn sie jetzt noch unterwegs sind und ein Notfall eintritt, könnten sie noch nicht einmal anrufen zu Hause.
    Geht das irgendwie, dass man bestimmte Dienste aus der Sperre raus holen kann?
    VG

  31. Das kann ich leider nicht sagen, da ich solche Apps nicht permanent testen kann. Eins ist allerdings sicher: Jede Kinderschutz-Appn lässt sich aushebeln!

  32. Danke für die Antwort. Nochwas hätte ich, vielleicht können Sie mir da helfen. Ich bin noch für 3 Tage in der Testphase. Bei meinem Sohn, dessen Handy ich als erstes eingegeben habe, funktioniert die App tadellos. Ich kann sehen, wie lange er am Handy war und wo er war.
    Bei meiner Tochter, die ich als 2. eingegeben habe, funktioniert zwar die Sperrung und die Zeitangabe von 2 Std., aber ich kann das auf meinem Handy nicht sehen. Bei mir steht zu jeder Zeit, dass sie noch 2 Std. übrig habe und im Verlauf kann ich nichts sehen, wo sie drauf war.
    Kann das an der kostenlosen Testversion liegen?
    Gibt es eigentlich eine Adresse von Screentime, wo ich meine Fragen auch mal richtig stellen kann, ohne dass jemand mit einer Englisch-Deutsch-Übersetzung mir sagt, dass sie kein Deutsch könnnen und sich jemand anders drum kümmern würde?
    Danke, VG

  33. wie gesagt, ich habe die App einmal getestet und seitdem nicht mehr auf dem Handy

  34. Achtung: Abzocke!!
    Wir hatte Screentime – incl. Premium-Abo. Es erfüllte absolut nicht die Ansprüche. Unser Kinder konnte den Filter leicht umgehen und von seinem Handy deinstallieren. So lag es mehrere Monate brach. Aber o Schreck: Nach einem Jahr wurde automatisch das Abo verlängert und einfach der Jahresbetrag abgebucht. m.E. absolut unmögliches Geschäftsgebahren. Deshalb nicht zu empfehlen.!

  35. Hallo, kann es sein, dass Sie vergessen haben, das Abo zu kündigen?
    Dann ist das keine Abzocke, sondern ein ganz normaler Vorgang.

  36. Hallo,
    leider ist diese App nur für Android-Nutzer zu empfehlen. Hier kann sie in vollem Umfang genutzt werden (insbesondere das selektive Sperren oder Nicht-Sperren einzelner Apps) !!!
    Vor kurzem hat mein Sohn auf Apple gewechselt und jetzt ist ScreenTime leider nicht mehr so gut nutzbar, da genau diese Selektionsfunktion von IOS nicht unterstützt wird!
    Wenn das Handy gesperrt wird, kann man nur noch telefonieren. Alles andere ist gesperrt.
    Sehr schade, da ich die App damals (zu Android-Zeiten) genau deswegen gewählt habe, weil man selbst entscheiden kann welche Apps gesperrt sein sollen und welche nicht!

    Daher bitte genau prüfen bevor man sich diese App als iPhone-Nutzer kauft.

    Beste Grüße!

  37. das Problem : Unsere 13 jährige Tochter ist im Internat. Eine Kontrolle , Reden, Konsequenzen sind aus der Ferne eher schwierig. Leider scheint der Handykonsum stark zugenommen zu haben. Es wurden wohl Fake Accounts angelegt, Zickenkrieg unter den Mädchen. Netflix und kostenpfl. Apps gekauft. Schwierig zu reagieren zumal der Fokus auf wichtigen Dingen ruhen sollte. Naja jetzt erstmal Ferien. Hätte jemand eine Idee?

  38. Gibt es im Internat keine Handyregelung? Da die SIM-Karte auf Sie als Eltern registriert ist, haben Sie auch aus der Ferne Möglichkeiten, z.B. das Datenvolumen einzuschränken. Bei einem iPhone können Sie über die Familienfreigabe die Handynutzung einschränken und das eigenmächtige Installieren von Apps verhindern. Auch unter Android sollten Eltern den Google-Account des Kindes anlegen und dem Kind das Passwort nicht mitteilen.

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