Hacker kapert Webcams von 150 Mädchen

Nach einem Bericht des Westfalen-Blatts wurde im Juli 2010 ein Hacker aus dem Rheinland verhaftet, der in die PCs von mindestens 150 Mädchen eingedrungen war und die Schülerinnen über deren Webcams ausspionierte. Dazu nutzte er einen Trojaner, den er per E-Mails mit gefälschtem Absender als Bildschirmschoner verschickte. Die Emailadresse verschaffte er sich, indem er das ICQ-Konto eines Versmolder Gymnasiasten knackte. Über die Profilfotos der Mädchen im SchülerVZ traf er dann eine Vorauswahl der Mädchen, die er beobachten wollte.

Die Aktion kam heraus, als sich zwei Mädchen an einen Experten des Berufsverbands der Datenschutzbeauftragten (BvD) wandten, der einen Vortrag an deren Schule hielt. Die Mädchen erzählten ihm, dass die Kontrollleuchten der Webcams an ihren Rechnern auch dann leuchtete, wenn sie die Kamera nicht benutzten. Der Datenschutzbauftragte Thomas Floß untersuchte daraufhin die Rechner und entdeckte den Trojaner. Der Wohnsitz des Spanners konnte dann über die IP-Adresse ermittelt werden. Als die Polizei bei ihm klingelte, sollen auf seinem Computer gerade Videos aus etlichen Kinderzimmern gelaufen sein.

Die Mädchen hatten zu sorglos den Anhang der gefälschten Mail geöffnet und sich dadurch den Trojaner eingefangen. Vermutlich waren auch die Virenscanner der Schülerinnen nicht aktuell, abgeschaltet oder gar nicht vorhanden, bzw. die Firewall nicht aktiviert.

Neben aktuellem Virenschutz und aktivierter Windows-Firewall sollte man unbedingt vermeiden, sich über Profilfotos in Sozialen Netzwerekn wie SchülerVZ oder Facebook identifizierbar zu machen.


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