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 “Das Internet ist nicht gefährlich – wenn man sich damit auskennt!” web

Jugendmedienschutz lässt sich aus gesetzlichen, technischen und pädagogischen Blickwinkeln betrachten.

Der Fokus dieser Website richtet sich auf elterliche Medienerziehung und schulische Medienbildung, d.h. auf die Vermittlung von „digitalen Kompetenzen“, die es Kindern und Jugendlichen ermöglichen, mit Computern, dem Internet, Handys und Spielekonsolen souverän, verantwortungsvoll, kritisch  und sicherheitsbewusst umzugehen.

Technische Hilfsmittel, mittels derer sich insbesondere Inhalt und Umfang der Internetnutzung kontrollieren und beschränken lassen, sind zur Umsetzung der gesetzlichen Jugendschutzvorgaben, zum Schutz von Heranwachsenden und insbesondere zur Verwirklichung von Erziehungszielen nur sehr eingeschränkt tauglich. Sie können bestenfalls bis zum Alter von ca. 14 Jahren unterstützend eingesetzt werden, unabdingbare Voraussetzung dafür ist aber, dass Eltern sich intensiv damit befassen.

Keine technische Neuerung hat die Lebenswelt Heranwachsender so schnell und nachhaltig verändert wie die elektronischen Medien.  Insbesondere das Internet ist faszinierend und bietet unendliche positive und produktive Möglichkeiten, doch auf der Datenautobahn lauern für die Generation der “Digital Natives” (digitale Eingeborene) auch zahlreiche Risiken, die sich zudem ständig verändern. Erstmals in der Geschichte der Menschheit existiert eine neue Technologie, mit der sich die meisten Kinder besser auskennen als ihre Eltern, die bei diesem Erziehungsthema auch nicht auf eigene Kindheitserfahrungen zurückgreifen können
Die Folge: Während kein vernünftiger Mensch auf die Idee käme, sein Kind ohne Verkehrserziehung schutzlos in den Straßenverkehr zu schicken, ermöglichen Millionen von Eltern ihren Kindern unaufgeklärten, ungeschützten und unkontrollierten Internetzugang, ohne sie über die vielfältigen Risiken aufzuklären und ohne sie vor jugendgefährdenden Inhalten zu schützen. Eltern müssen die Mediennutzung ihrer Kinder aktiv begleiten und sich kritisch damit befassen, doch der Mehrheit fehlen grundlegende Kenntnisse über digitale Medien und das Nutzungsverhalten ihrer Kinder. Vielen ist noch nicht einmal ansatzweise bewusst, welche Inhalte das weltweite Netz mit wenigen Mausklicks erreichbar macht. Das möchten und müssen wir ändern, denn: Der einzig wirksame Jugendmedienschutz sind medienkompetente Eltern und Lehrer!

Digitale-Medien-Plus-Minus

Interessierte Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte können sich hier registrieren und an dieser Website mitwirken. Zum Fragen und Diskutieren steht unser FORUM zur Verfügung.

Medienkompetenz ist Medienschutz!

Viele unangenehme Erfahrungen lassen sich verhindern, wenn Kinder und Jugendliche über die vielschichtigen Risiken des Internets Bescheid wissen und sich mit der Grundregel “Denke bevor du klickst” durch die elektronischen Netze bewegen.

Eltern versuchen, ihre Kinder vor belastenden Erfahrungen zu schützen, doch die Risiken des Internets sind vielen nicht bewusst, wie der folgende Videoclip satirisch überspitzt veranschaulicht.

Eltern von Minderjährigen sind für alles verantwortlich, was ihre Kinder am Computer, mit dem Handy, und v.a. online tun, sind aber zum Großteil mit der Vermittlung des nötigen Grundwissens überfordert, weil

  • sie sich selbst nicht auskennen,
  • sie sich nicht für elektronische Medien interessieren,
  • sie zu wenig Zeit haben / sich zu wenig Zeit nehmen.

Viele Eltern sind dermaßen “ahnungslos”, dass sie ihrem Kind einen PC mit Internetanschluss ins Zimmer stellen und/oder ein Smartphone überlassen, ohne sich bewusst zu sein, dass sie von diesem Moment an kontinuierlich Medienerziehung leisten müssen.

In fast jeder zweiten Familie wird nicht über die Risiken von Computer- und Handynutzung gesprochen.

Auch die Medienkompetenz vieler Lehrer beschränkt sich auf grundlegende Techniken wie Texte verfassen und Emails schreiben, sie sind damit meist auch keine Ansprechpartner für Schüler mit Internetproblemen.

Die Folge: Viele Kinder und Jugendliche sind völlig unaufgeklärt, sorglos und unkontrolliert im Internet unterwegs! Würden Eltern ihrem Kind mit den Worten “Hier, lern fahren!” einfach den Autoschlüssel in die Hand drücken? Sicher nicht! Aber in Bezug auf die digitalen Medien fehlt häufig jegliches Problembewusstsein.

Mit dieser Website wollen wir einen Beitrag zum Schließen dieser Wissenslücken leisten.

Die wichtigsten Themen:

  • Medienerziehung und Jugendmedienschutz (Jugendgefährdende Inhalte)
  • Folgen übermäßigen Bildschirmkonsums / Internetsucht
  • Schutz der Privatsphäre / Datenschutz
  • Das Recht am eigenen Bild
  • Cybermobbing (Cyberbullying, Onlinemobbing)
  • Umgang mit Email und Passwörtern
  • Downloads und Urheberrecht
  • Kostenfallen
  • Trojaner, Viren und andere Schadprogramme

Günter Steppich

Beauftrager für Neue Medien, Gutenbergschule Wiesbaden
IT-Fachberater für Jugendmedienschutz am Staatlichen Schulamt für Wiesbaden und den Rheingau-Taunus-Kreis