Drohneneltern gefährden die Lebensfähigkeit ihrer Kinder!

Helikoptereltern waren gestern, wir sehen heute immer mehr Drohneneltern: Sie überwachen und kontrollieren ihre Kinder 24/7 mit allen verfügbaren Mitteln (Stichwort: Immer mehr Smartwatches schon bei Grundschulkindern!), lösen ungefragt all deren Probleme, seien sie auch noch so banal, helfen permanent bei Hausaufgaben und Klausurvorbereitungen, erstellen ihnen Lernpläne und kontrollieren deren Erfüllung, fahren sie überall mit dem Auto hin, etc.

Drohneneltern trauen ihren Kindern offensichtlich wenig bis gar nichts zu, verhindern damit die Entwicklung von Selbstvertrauen und Selbständigkeit, und erziehen ihre Kinder zu ängstlichen Menschen, die nicht in der Lage sind, ihren Alltag alleine zu organisieren.
Drohneneltern haben nicht verstanden, dass Erziehung v.a. Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet, mit dem Ziel, dass die Kinder irgendwann – und zwar möglichst früh! – auf eigenen Füßen stehen können und ohne Mama und Papa im Leben klarkommen!
Wie dieses Problem inzwischen auch an den Universitäten angekommen ist, hat mir gestern ein erfahrener Dozent geschildert: Immer mehr Studierende seien nicht in der Lage, sich selbständig zu organisieren und hätten nie gelernt, alleine zu lernen. Fragt er Studierende mit schlechten Noten nach deren wöchentlichem Lernaufwand für das Studium, lautet die Antwort häufig 20-25 Stunden! Dass ein Studium ein Fulltime-Job ist, der nicht mit dem Besuch von Lehrveranstaltungen erledigt ist, haben immer mehr Studierende nicht begriffen – und zuhause sitzt ja niemand mehr, der das Lernen organisiert und kontrolliert.

Die zunehmende Anzahl von Studierenden, die unter Depressionen und Burn-out leiden und deswegen auch häufig das Studium abbrechen, passt in dieses Bild – zwei Jahrzehnte Unselbständigkeit eigenständig aufzuarbeiten, dürfte die allermeisten Betroffenen hoffnunglos überfordern 🙁

Konsequente Überbehütung gefährdet die Lebensfähigkeit der Kinder!

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